Entspannung durch autogenes Training

Autogenes Training ist eine Methode zur seelischen und körperlichen Entspannung, die auf der Selbstsuggestion beruht.

Stress im persönlichen Alltag und die allgemeine Hektik des Lebens führen dazu, dass immer weniger Menschen entspannen können. Symptome sind ständige Unruhe und das Gefühl des Gehetztseins, Schlafstörungen und in der Folge organische Beeinträchtigungen. Wer das Autogene Training beherrscht, kann sich auch in schwierigsten Situation zu Ruhe und Gelassenheit bewegen.

Die Übungen sind einfach, erfordern aber eine hohe Selbstdisziplin. Durch suggestive Ansprache einzelner Körperteile und Körperregionen erwirbt man die Fähigkeit, bestimmte Empfindungen zu erzeugen. So werden Arme, Beine, Bauch, Herz, Atmung und Stirn in kurzen Suggestivformeln angesprochen. Dadurch entsteht mit der Zeit tatsächlich das Gefühl von Schwere, Wärme oder Luftzug, wie in der Ansprache formuliert. Ein Temperaturanstieg in den Extremitäten lässt sich im übrigen tatsächlich durch Messungen nachweisen. Folge dieser Übungen ist eine allgemeine Beruhigung des vegetativen Nervensystems.

Wichtig ist regelmäßiges Üben. Mindestens zwei- bis dreimal am Tag müssen die Übungen wiederholt werden, um eine wirksame Konditionierung auszulösen. Das kann in der freien Kutscherhaltung geschehen, einem auf dem Kutschbock sitzenden Gespannlenker nachempfunden, mit den Armen auf dem Schreibtisch und mindestens einmal täglich im Liegen. Viele Lehrer empfehlen Anfängern, ihre Eindrücke schriftlich festzuhalten und damit die Wiederholbarkeit der suggestiven Entspannung sicherzustellen.

In der zweiten Stufe des Autogenen Trainings geht es um bewusste Vorsatzbildung. Damit kann man Ängste abbauen oder Abneigungen überwinden. Voraussetzung ist die sichere Beherrschung der ersten Stufe. Grundsätzlich werden beim Autogenen Training nur positive Konditionierungen vorgenommen, niemals negative. Die Sätze werden so einfach wie möglich formuliert.

Braucht der Übende anfangs noch eine ruhige, auf das Training ausgerichtete Umgebung, gelingt es ihm später in fast allen Situationen ohne große Anstrengung die Autosuggestion zu vollziehen.

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